Gletscher in Bewegung und Wale in Sicht! Der Süden Argentiniens bietet spannende Sehenswürdigkeiten. Eines der Ziele, die mich am meisten beeindruckt haben, war der Gletscher Perito Moreno.
Der Gletscher ist aber keineswegs das einzige Ziel, was im Süden lohnt. Denn auch Puerto Madryn lockt viele Reisende an. Wale, Seelöwen und Pinguine kann man hier sogar vom Land aus sehen!
El Calafate - Perito Moreno Der Gletscher Perito Moreno liegt in Patagonien, im Süden Argentiniens. Er ist fünf Kilometer breit und 30 bis zu 60 Meter höher als der See "Lago Argentino". Das Besondere an diesem Gletscher ist aber gar nicht Mal seine Größe, sondern etwas anderes: Dieser Gletscher ist einer der wenigen Gletscher weltweit, die sich verschieben. Dies ist auch der Grund für seine Beliebtheit. Denn jedes Mal, wenn aufgrund der Bewegung ein Eisstück in das Wasser fällt, so ertönt ein lautes Donnern wie bei einem Gewitter. Ein wenig Geduld muss man allerdings schon mitbringen. Manchmal brechen die Eisstücke kurz hintereinander ab, manchmal geschieht stundenlang gar nichts. Ich hatte Glück und habe einige "Crashs" mitbekommen. Den wirklich großen an diesem Tag habe ich aber gerade verpasst, weil ich dem Perito Moreno den Rücken zugekehrt habe und zurück gegangen bin. Aber schon was ich aus ein paar hundert Meter Entfernung gesehen habe, hat mich stark beeindruckt: Plötzlich ertönt ein starkes Grollen und über dem Gletscher fliegen weiße Vögel nach oben - zumindest sieht es im ersten Moment so aus. Den Bruchteil von Sekunden später "fallen diese Vögel" jedoch alle nach unten und ich sehe, was passiert ist: Durch den Bruch fliegen die Eisbrocken in hohem Bogen über den Gletscher in die Luft...
Der Gletscher ist ein tolles Erlebnis. Durch seine Größe und die abfallenden Eisbrocken ist er so einnehmend, dass man den Blick nur schwer von dem weißen Giganten lösen kann. Sogar die Luft ist hier anders, frisch und kühl erinnert sie ein wenig an die Luft beim Skifahren.
Puerto Madryn - die Wale rufen
Von El Calafate fährt man am besten mit dem Nachtbus nach Puerto Madryn. Von der Hafenstadt kann man organisierte Touren auf die Peninsula Valdés unternehmen (mehr als 400 Kilometer pro Tag im Bus) oder aber auch mit dem Bus allein dorthin fahren. Fährt man allein, so befährt man zwar nicht die ganze Insel, aber man hat mehr Zeit für die Hauptattraktion - die Wale. Denn das Highlight ist das Whale Watching. Mit dem Bus frisch an der Insel angelangt kann man zwischen einer Handvoll Organisationen wählen, die Urlauber mit nach draußen nehmen. Ein Buckelwal, der sich wie bei einer Dokumentation von National Geographic majestätisch in das Wasser fallen lässt, sowie Orcas werden hier oft gesehen. Sogar bei einem Strandspaziergang kann man Wale beobachten.
Seelöwen für Sportliche In Puerto Madryn kann man sich Fahrräder ausleihen und dann zu den Seelöwen aufbrechen. Angeblich sind es nur 14 Kilometer bis hierhin, aber es kommt einem viel weiter vor. Denn diese Strecke hat es wirklich in sich. Berge müssen hinauf und hinunter gefahren werden, die Straßen sind meist schlechte Schotterstraßen. Auf dem Weg dorthin kommt man zudem noch an einem Wrack vorbei, welches noch nicht geborgen wurde und vom Strand aus zu sehen ist. Am Ziel angekommen hat man von den Klippen aus hat man einen guten Blick auf die Seehundkolonie, die mit viel Lärm und sportlichen Schwimmübungen im Meer viel Unterhaltung bieten. Vier, fünf Männchen kommen hier auf einige hundert Weibchen. Und überall ist etwas los. Ob die Jungen in das Meer aufbrechen oder die Männchen ihr Revier markieren - es ist keine Sekunde ruhig. Jeder scheint jedem etwas mitzuteilen zu haben und die Laute der Seehunde sind weithin vernehmbar. Mir hat der Besuch hier sehr gut gefallen, aber seine Lieblingssachen sollte man bei diesem Ausflug wahrlich nicht anziehen. Denn die 14 Kilometer lange Strecke auf schlechter Straße ist selten staubig und anstrengend! Aber bei einem Blick auf die zankenden Seelöwen ist alles vergessen - bis zum Rückweg nach Puerto Madryn...
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