Eine Tour ins Outback |
Von Cairns nach Alice Springs – eine Tour ins Outback 2300 Kilometer – fast ein Katzensprung für die AustralierEntfernungen werden hier anders gemessen, das ist mir schon kurz nach der Ankunft in diesem Land klar. Aber dennoch, ich finde die 2300 Kilometer von Cairns (dem Nordosten des Landes) nach Alice Springs (in das Zentrum) zu fahren, doch eine gehörige Strecke. Eine nette Begleitung ist natürlich mit dabei. Wegen einer anstehenden Zahn OP der ursprünglich dritten Person im Bunde, sind wir jedoch nur zu zweit. Aber wie heißt es doch so schön – es kommt nur auf die richtige Gesellschaft an. We are going on a road trip Frisch das Auto abgeholt – ein schicker Four Wheel Drive mit eingebautem Wassertank, Zelt auf dem Dach, Gaskocher und allen sonstigen Schikanen und dann heißt es sich an das Linksfahren zu gewöhnen. Nach ein wenig anfänglichem Geruckel und Gezuckel klappt es alles viel besser, als gedacht. Es macht sogar richtig Spaß und meine anfänglichen Bedenken sind schnell verflogen! Fünf Tage haben wir uns Zeit genommen – also 500 Kilometer pro Tag. ![]() Übernachtung am Fluss Die erste Nacht finden wir einen schönen Campingplatz kurz vor Townsville, wo wir am nächsten Morgen erst Mal in den klaren Fluss springen können. Als Europäer hat man vor wilden Tieren in Australien ja immer einen gewissen Respekt. Meine Frage an einen Australier, ob es denn dort Krokodile gäbe, wird mit: „Nein, dort sollte man eigentlich schwimmen können,“ beantwortet. Na dann – wie so oft weiß es keiner so richtig, aber so lange man kein Schild sieht ist alles gut... ![]() Dinosaurier in Hughenden und Weite, Weite, Weite Hughenden (etwas 500 Kilometer von Townsville entfernt) ist einer der Orte, wo man sich über Dinosaurier informieren kann. Wer sich für diese urzeitlichen Kreaturen interessiert – gut. Aber ansonsten ist hier rein gar nichts los und wir haben zugesehen, dass wir schnell weiter kommen. Es ist eine Erfahrung im Outback zu fahren. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Landschaft flach, die Wege führen schnurstracks geradeaus – Stunde um Stunde. Es hat etwas meditatives hier entlang zu fahren. Büsche, Steppenlandschaften und wiederum Büsche gleiten an einem vorbei. Nachdem man Townsville passiert hat, liegen auf der ganzen Strecke von 2300 Kilometern nur eine Handvoll Orte. Viele Orte bestehen aus nicht mehr als (wenn man Glück hat) einer Tankstelle, einen Minisupermarkt und einigen Häusern. Eine der größten ist Mount Isa. Es lockt mit einer netten Aussicht auf die dortigen Minen und das Städtchen. Hin und wieder findet hier auch Rodeoreiten statt. ![]() Camooweal – hier gibt es immerhin einen Campingplatz Nachdem wir uns mit der Anzahl der Raststätten auf dem Weg vertan hatten und die letzte vorbei war, mussten wir eben noch Mal 100 Kilometer zur nächsten fahren – hier draußen verlieren Entfernungen ihre gewohnte Gültigkeit. Auf diese Weise sind wir nach Camooweal gelangt – unser Augangspunkt für die größte Sehenswürdigkeit auf dem Weg – die Devils Marbles. Devil`s Marbles – Eier der Riesenschlange Der Erklärungen was die runden Felsen sind, sind mannigfaltig. Einer der bekanntesten Geschichten ist, dass es sich um die Eier einer Riesenschlange handelt. Die Felsformationen sind schon am Tag spannend und man kann eine Infotour von rund einer halben Stunde laufen. Am Abend entfaltet sich die wirkliche Stimmung dieses Ortes. Wenn die Sonne die Felsen in ein warmes rot-orange taucht, die meisten anderen schon weiter gefahren sind und der Ort ganz ruhig wird – dann kann man die Kraft dieses Ortes spüren und versteht, warum er für die Aborigines aus spirituellen Gründen so wichtig ist. Wir haben hier übernachtet und ich kann nur sagen: auch der Sonnenaufgang bei den Devil`s Marbles lohnt! Am nächsten Tag erreichen wir dann am frühen Nachtmittag Alice Springs – ich bin schon sehr gespannt auf den Ayers Rock, der ist von hier aus nämlich „nur noch“ 500 Kilometer entfernt... |

Von Cairns nach Alice Springs – eine Tour ins Outback 2300 Kilometer – fast ein Katzensprung für die Australier


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