 Der erste Tag Ja! Ich gebe es zu! Ich habe einen tollen Urlaub im Regenwald verbracht. Eine Idee, die ich schon lange hatte. Sicherlich habe ich mir viele Gedanken gemacht, ob ich eine solche Reise überhaupt in Angriff nehmen soll.
Schließlich gab es viele Faktoren, die einen derartigen Urlaub eher verneinen würden. Mein erstes Problem: Keiner meiner Freunde wollte mit. „Da habe ich ja tolle Freunde!“. Gerade Freunde sollten für einen immer da sein und zusätzlich bei allen vorhaben unterstützen. Ich habe nur blöde Kommentare wie „Da gehe ich lieber in Zoo“ oder „Bist du verrückt, in den Dschungel? Niemals, da lauert es nur so von Kriechtieren und Spinnen.“ Ja, vielen Dank liebe Freunde. Wie erwähnt, mein erstes Problem. Keiner wollte mit und das bedeutete für mich, ich muss alleine fahren. Folglich habe ich mich in der virtuellen Welt auf die Suche nach dem passenden Reiseveranstalter begeben. Die Wahl war sehr schwer, einen passenden Reiseveranstalter zu finden. Ich wollte nicht in ein modernes Hotel. „Natur pur“ genießen, das war mein Motto. 7 Wochen später stand ich gut informiert, Schutzimpfunkung gesichert mit gepacktem Koffer am Flughafen. Nur noch 3 Stunden und dann geht’s los nach Brasilien. Genauer gesagt, an den Amazonas. Dort habe ich mir ein kleines Feriendomizil ausgesucht, von dem man super Bootstouren, Wandertouren und die Erlebnisreisen in den Urlaub unternehmen kann. Nach ca. 18 Stunden oder mehr „gefühlter“ Flugzeit bin ich in Brasilien angekommen! Mit großer Aufregung und Müdigkeit betrachte ich das Land. Es ist heiß und ich würde am liebsten in kaltes Wasser springen. Eine Traumvorstellung, die ich mir im Urlaub erhoffe zu erfüllen.
Nach ein paar Minuten der Verblüffung erblicke ich einen Mann mit einem Schild und meinem Namen. Das ist bestimmt mein Fahrer, der mich in meine „Tropical Lounge“ bringen soll. Wir begrüßen uns kurz, ich lasse mir seine Papiere zeigen und schon trägt er meinen Koffer in den Jeep. Ich freue mich sehr und ich vergesse beinahe, dass ich sehr müde bin und bei der Hitze unbedingt mehr Wasser trinken muss. Raus aus der Stadt fahren wir lange eine bepflasterte Straße. Ich erkunde vom Auto aus die weiten Brasiliens und genieße die „Natur pur“. Nach 3 Stunden Autofahrt erschlägt mich meine Müdigkeit und ich stelle mir schon mein schönes Bett in der Lounge vor. Das Auto stoppt. Erstaunt blicke ich zu dem Fahrer. „Zu Fuß“ versucht er mir zu erklären „One Hour“. Jetzt träume ich wirklich! Aber nein, es ist kein Traum, wir müssen tatsächlich laufen. Die Tropical Lounge liegt im Tiefen Dschungel und der Fußweg beträgt eine Stunde. Ich bin müde, aber ich spüre mein Herz Klopfen. Wie aufregend! Ich bin im Dschungel! Mir ist ein bisschen mulmig zu mute, schließlich könnte mich ein wildes Tier angreifen oder eine unbekannte Art der Kriechwelt beißen. Ich laufe durch den Dschungel immer meinem Fahrer hinterher. Der Weg ist ausgetreten und ca. 4 Meter breit. Ich schaue nach Rechts und Links und wieder nach Rechts. Überall wachsen Pflanzen, verdecken aber die heiße Sonne. Die Luft ist sehr stickig.
Ist dort was im Dschungel? Ich bin sehr unruhig. Auf einmal platscht ein kleiner Tropfen auf meinem Kopf. Ich erschrecke mich. Ein leiser Aufschrei entgleist mir aus dem Mund. Ein paar Sekunden später noch ein Tropfen. Und innerhalb weiteren 10 Sekunden regnet es in Strömen. Nach nur 2 Minuten bin ich von oben bis unten durchnässt. Ich stapfe auf den aufgeweichten Boden, der langsam kleine Seen bildet. Mir wird kalt und auf die Umgebung achte ich nicht mehr. Wann kommen wir in der Lounge an? Nach ca. 20 Minuten ist es so weit, wir sind da, im „Tropical Lounge“. Das Wasser tropft von mir Runter. Ich checke ein, bin in meinem Zimmer und genieße es, im trockenen zu sein. Meine Hütte ist hell eingerichtet. Es ist eine Hütte der Luxusklasse. Alles was ich brauche befindet sich in dieser Hütte. Eine Klimaanlage ist ebenfalls vorhanden. Mein Herz schlägt immer noch. Wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich den Dschungel. Der Regen tropft auf mein Hütten dach. Ich bin müde, aber sehr glücklich. Ich genieße jede Sekunde. Ich frage mich vorher dieses Gefühl kommt, denn schließlich war es ein sehr stressiger Tag. Was macht mich so glücklich? Der Dschungel? „Werde ich schon raus finden“, dachte ich mir. Ab ins Bett und Schlafen. Ein Urlaub voller Abendteuer! Aber dazu im 2. Kapitel mehr….denn das Abendteuer beginnt schon in der Nacht!
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