Santiago de Chile ist nicht nur das wirtschaftliche Herz der Landes sondern dazu noch eine spannende Stadt für Touristen. Viele bleiben nur kurze Zeit, dabei lohnen Kultur, kulinarische Spezialitäten und auch für Ausflüge in die Umgebung ist
Santiago ein guter Ausgangspunkt.
Hoch hinauf zu Maria und hinunter mit der Cable Car An unserem ersten Tag sind wir auf den Berg von San Cristóbal hinauf gelaufen. Der Aufstieg dauert etwa eine Stunde und ist ein wenig anstrengend. Oben angekommen wird man jedoch mit einer Aussicht auf die Stadt und die dahinter liegenden Berge belohnt. Hier sollte man auch einen Blick auf die Maria werfen, denn sie sorgt für das Wohl aller Einwohner der Stadt. An den Ständen verkaufen Händler außerdem noch ein ganz spezielles Getränk. Es ist süß und mit Mais und Pfirsichhälften bestückt. Mag sich gewöhnungsbedürftig anhören, aber es schmeckt wirklich gut. Hinunter geht es dann wieder mit der Cable Car – erinnert ein wenig ans Skifahren. Wer es erholsamer haben möchte, der kann natürlich auch hoch fahren und dann hinunter laufen.
Auf den Spuren der besten Rebe Chile ist für seine exzellenten Weine bekannt. Die Umgebung Santiagos bietet sich für eine Tour zu den Weingütern an. Es gibt einige davon, ich erzähle von dem Weingut „Concha y Toro“, weil dies unsere Wahl war. Das Weingut in Santiago ist das erste aller Weingüter dieser Firma. Sie zählt weltweit zu den Top Ten hinsichtlich ihrer Weine. Das wurde uns zumindest auf dem Weingut erzählt. Der Guide erzählte uns routiniert/ gelangweilt wie Wein hergestellt, gelagert und verkostet wird. Die Weinfelder wurden gerade erneuert, deswegen konnte man wenige Weinranken sehen, die meisten wurden neu aufgeforstet und mit Saft- und Milchpackungen gegen Frost und Hasenbisse geschützt. Interessant war jedoch die Vorgehensweise um die Lagerung, die Holzbeschaffung und das Alter der Weine. Eine Tour zu den Weingütern sollte man nicht missen, aber andere Weingüter sind vielleicht noch interessanter als dieses.
Valparaiso – Weltkulturerbe der UNESCOBunte Häuser, Straßengraffiti und die historischen roten Straßenbahnen, die beharrlich die vielen Berge „cerros“ hinauf fahren bewundern wir hier. Eine besonders schöne Aussicht hat man von dem “Acensor Polanco”, der jedoch ein wenig aus der Reihe tanzt. Denn um zum “Mirador” zu gelangen, muss man zunächst durch einen Tunnel hindurch laufen und dann mit dem Aufzug nach oben fahren. Die Stadt ist lebendig, hier und da ist ein gewisses verruchtes Flair zu fühlen. Wahrscheinlich einer der Gründe, warum die Polizei uns nahe legt gewissen Vierteln fern zu bleiben... Dennoch, Valparaiso ist eines der Topreiseziele Chiles. Die bunten alten Häuser mit ihren Hügeln sind der Grund dafür, dass sie zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurden. Auch aus literarischer Sicht ist die Stadt von einiger Wichtigkeit. Der Autor Pablo Neruda hat durch seine Poesie die Herzen vieler Chilenen erobert. In der Stadt Valparaiso ist eines seiner Häuser zu besichtigen. Bücher, die Einrichtung und viele Infoschilder bieten einen guten Einblick in die Geschichte des Autors. Sein Leben war bewegt und alles andere als langweilig – politische Karriere gehörte zu seinem Leben ebenso dazu wie unterschiedliche Frauen. Verheiratet war er immerhin drei Mal.
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