Südliches Chile

Torres del Paine
Einigem in Chile wird von der UNESCO Aufmerksamkeit geschenkt. So zum Beispiel auch dem Nationalpark “Torres del Paine”.

Hier lässt es sich nicht nur prima mehrere Tage am Stück wandern, auch für Tagesausflügler bieten sich von Puerto Natales aus einige Möglichkeiten. Guanakos gehören zum Bild in diesem Nationalpark ebenso dazu wie Seen in allen möglichen Farben, türkis ist wohl eine der am häufigsten vertretenen...


Auf zum Nationalpark
Es werden viele Touren angeboten, die aber oft weniger bieten, als wenn man den Ausflug selbst organisiert. Wer viele der Sehenswürdigkeiten des Nationalparkes an einem Tag sehen möchte und sich mit Wandern, Wind und Wetter auskennt, dem empfiehlt sich, je nach Jahreszeit und mit der nötigen Vorsicht, meist ein privater Ausflug. Wir sind im Oktober unterwegs und hatten Glück mit Wetter und Temperatur – nur ein wenig mehr Sonne wäre schön gewesen.

Salto Grande
Morgens früh fährt von Puerto Natales ein öffentlicher Bus in den Park, der zusammen mit einem Boot zum Start des Wanderweges führt. Bevor das Boot zum Trekstart fährt, gehen wir rasch noch zu dem Wasserfall. Der “Salto Grande” rauscht hinab und beeindruckt durch seine grünliche Farbe. Er ist über einen Weg nahe der Fähre zu erreichen und eines der Highlights des Parks und dieser Tour.


Grey Glacier

Mit dem Boot geht es über den “Lago Pehoé” weiter zum Start des Treks. Von hier aus sollen es 3,5 Stunden (ein Weg) zum Grey Glacier sein. In recht moderatem Auf und Ab geht es von der Infostation den Weg zum Gletscher entlang. Durch Wald-, Heidelandschaft und an Seen vorbei wandern wir durch den Nationalpark. Die Stille wird lediglich von Vogelstimmen und anderen Wanderen unterbrochen. Nordic Walker laufen hier schwatzend mit anderen den Pfad entlang und klackern mit ihren Stöcken um die Wette.

Plötzlich sehen wir die Vorboten des Gletschers - Eisbrocken, die im See schwimmen. Wir sind überrascht, dass man sie hier schon sehen kann. Die Eisstücke leuchten blau und bilden zum Teil schöne Figuren. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu dem Aussichtspunkt auf den Grey Glacier. Vom Aussichtsspunkt sieht man den großen und oft wolkenverhangenen Eisriesen. Der Gletscher besteht am See aus drei Teilen. Wer es ganz besonders sportlich mag, der kann auch Touren buchen, bei denen man auf dem Gletscher wandern kann.


Leider fährt das Boot so früh wieder zurück, dass man es wenn nur mit Hetzerei zum Gletscher schafft. Sonst läuft man Gefahr das Boot aus dem Nationalpark hinaus zu verpassen. Wir haben uns stattdessem mit dem Blick auf den Gletscher und einer wohlverdienten Wanderpause zufrieden gegeben und sind nicht bis zum Ende gegangen. Wer ein wenig mehr Zeit mitbringt als wir, der kann auch im Nationalpark übernachten und mehr Zeit in der Nähe der Eismassen verbringen.


Der Nationalpark ist eines der interessantesten Ziele des Landes. Wer gar nicht zu den Wandernaturen zählt, der kann auch eine Bootsfahrt zum Serranogletscher oder eine Tour mit dem Bus durch den Nationalpark buchen.


Guanakos – Gruß vom Lama
Man muss schon viel Pech haben, um auf der Fahrt in den Nationalpark kein Guanako (mit dem Lama verwandt) zu sehen. Die Tiere leben in Herden in offener Landschaft, um Bedrohungen, wie zum Beispiel Pumas, schon von weitem sehen zu können. Die Guanakos dienen landesweit als Motive für Wollmützen und -socken.

 
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