Hampi

Ruinen, Affen und buntes Leben in Hampi Indien ist ein außergewöhnliches Land. Überall sind Menschen, alles ist bunt, laut und ständig in Bewegung.

Mit gemütlichem, aber ruhigem Gang gehen die Inder ihrer täglichen Beschäftigung nach.

Wir hatten uns als Reisezeit Mitte April ausgesucht. Zu diesem Zeitpunkt war es schon heiß, aber mit etwas Willen noch erträglich.
Ein besonders lohnenswertes Städtchen in Indien ist Hampi in Karnataka im Südwesten Indiens. Hier begeistern Ruinen und Paläste der Könige von damals. Von 1343 bis zu ihrer Zerstörung im Jahre 1565 war die Stadt prachtvoll, dass Einwohner sie sogar mit Rom verglichen haben. Über 1000 Ruinen, Figuren und Tempel ziehen immer wieder aufs Neue Besucher der Stadt in ihren Bann. Für den ersten Tag nach einer anstrengenden Reise von Goa haben wir uns ein ruhiges Tagesprogramm in Hampi ausgesucht.

Tag 1: Foto, Foto Thank you, thank you!

Man mag ja von diesem chaotischen Land halten, was man will. Aber dem Lächeln der indischen Kinder kann, so glaube ich, die härteste Seele nicht wiederstehen. Hampi scheint aus irgendwelchen Gründen eine Hochburg der kontaktfreudigen indischen Kids zu sein. Ständig sie auf einen zugelaufen und möchten, dass man ein Foto von ihnen macht. Vor allen Dingen die Jungs machen eine große Sache aus der Minifotosession und grinsen und kaspern herum. Nach dem Auslösen des Fotos kommen sie begierig zu einem hin gelaufen und möchte das fertige Produkt sehen. Mit dem Ergebnis scheinen sie immer zufrieden zu sein und geben einem anschließend freudig die Hand, bedanken sich und laufen wieder davon.

Wir haben uns im Kern der Stadt umgesehen und das ein- oder andere Kleidungsstück gekauft und uns das bunte Treiben angesehen. Es lohnt auch noch ein Blick in den Virupaksha-Tempel in der Stadt. Hier sollte man allerdings tunlichst nicht sonntags hingehen, denn dann ist die Tempelanlage hoffnungslos überfüllt.

Tag 2: Freche Affen und Bananen

Am zweiten Tag sind wir zum Affentempel gefahren. Der Tempel liegt ganz oben auf dem Berg. Die Stufen in der Hitze zu erklimmen ist wirklich nicht ohne, es empfiehlt sich also diese Tour nicht in der Mittagshitze zu unternehmen. Am Fuße des Berges laufen die Affen herum und warten auf Touristen, die sie mit Bananen füttern. Diese Geschäftsmöglichkeit haben die Inder natürlich erkannt und somit einen Stand, der Bananen verkauft, aufgebaut.

Zu Beginn der Stufen durchschreitet man ein Tor und bekommt von einer alten Dame ein rotes Mal aufzeichnet. Hierfür erwartet sie eine Spende von einigen Rupien. Der Aufstieg ist rund 250 Stufen lang und oben erwartet den fleißigen Wanderer ein kleiner, feiner, weißer Tempel. Oben angelangt muss man sich aus Zeichen der Hochachtung die Schuhe ausziehen. Da die Steine sehr heiß sind, sollte man sich ein paar alte Socken mitnehmen, um sich alles in Ruhe ansehen zu können und vielleicht auch den ein- oder anderen Affen zu fotografieren, der hier herumläuft.

Tag 3: Mit der Riksha zu den schönsten Sehenswürdigkeiten

Nicht verpassen sollte man eine Tour zu den Hauptattraktionen der Stadt. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hampis sind die Narasimha-Statue, der Vithala Tempel mit dem Wagen aus Stein und natürlich die Elefantenställe mit dem Lotos Mahal-Tempel.
Da es doch sehr heiß ist und man die Sonne in Indien nicht unterschätzen sollte, nimmt man sich für die Sehenswürdigkeiten lieber für ein paar hundert Rupien eine Riksha. Eine Tour zu den oben beschrieben Sehenswürdigkeiten dauert rund zwei Stunden inklusive Fotos und Stops. Hilfreich für eine Preisvorstellung: Der Riksha-Fahrer wollte 350 Rupien haben, wir haben in auf 250 herunter gehandelt.

Das erste Ziel der Riksha-Rundfahrt ist die Figur Narasimha. Sie wurde in einem Stück aus dem Felsen geschlagen und misst rund sieben Meter. Der Kopf der Narasimha-Statue wird von einer vierköpfigen Kobra bewacht – in vielen Ländern ein Zeichen der Macht. Eine gelungene Mischung aus hinduistischer und muslimischer Architektur ist der Lotos Mahal-Tempel. Nur wenige Gehminuten hiervon entfernt hiervor die Elefantenställe. Hier standen früher die edlen Dickhäuter des Königs. Eines der schönsten architektonischen Werke in Hampi überhaupt ist der Vithala-Tempel. Vor dem Tempel steht ein steinernder Wagen, der von Elefanten gezogen wird.

 
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