Livorno |
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Dass Livorno an Schönheit und Charme verglichen mit anderen italienischen Städten kaum zu überbieten ist, wäre schlichtweg gelogen. Dennoch lohnt ein kurzer Besuch in der Stadt. Zudem ist sie Dreh- und Angelpunkt der Fährverbindungen zu den Inseln Sardinien, Korsika und auch die Fährverbindung nach Afrika führt über Livorno. Von der Stadt an der etruskischen Riviera lohnt zudem auch ein Ausflug nach Pisa oder zu den Stränden. Das beeindruckendste an der 160.000 Einwohner-Stadt ist wohl der Hafen, der im 16. Jahrhundert zunehmende Bedeutung erlangte und auch den Ausbau der Stadt selbst beschleunigte. Wie eigentlich überall in Italien kann man auch hier in Ruhe durch die Stadt schlendern und in einer der vielen Bars und Cafes einen Kaffee oder Espresso trinken. Für Schlenderer und Bummler empfiehlt sich auch der Mercato Centrale – eine charmante Markthalle im Stil des Klassizismus. Vor der Markthalle findet an Gut-Wetter-Tagen ein Flohmarkt der besonderen Art statt: Jeder Winkel und jedes noch so kleine Stück der Gasse nutzen die Händler aus, um ihre Waren feilzubieten. Der Trubel und das Gefeilsche befördern den Besucher in eine andere Welt. Es lohnt einen Gegenstand zu kaufen und vor allem – darum zu feilschen. So sieht man sich dann am Ende der Verhandlung glücklich über den „günstigen“ Kauf eines vergilbten italienischen Buches oder einer bedingt schönen Vase zum einem guten, weil mühsam erhandelten Preis. Gelangt man jedoch an die nächste Ecke, so wird einem bewusst, dass man wieder mal dem italienischen Charme und Verhandlungsgeschick erlegen ist – die Erfahrung ist es aber allemal wert! Wer genug gehandelt und Kaffee getrunken hat kann sich dann aber auch getrost auf der Via Aurelia mit dem Mietwagen auf den Weg nach Süden machen, wo einige schöne Orte gute Stoppmöglichkeiten sind. Ob das Seebad in Castiglioncello und seinem altehrwürdigem Küstenwachturm, die pinienwaldgesäumte Küste von Marina di Cecina und der ruhigere Ort Casale Matittimo – die Lebenslust, Fröhlichkeit und das feurige Temperament der Italiener üben auf die meisten Besucher eine faszinierende Wirkung aus. Apropos Temperament – auch im Straßenverkehr zeigt sich, dass die Italiener vieles anders machen als Nord- und Mitteleuropäer – sie fahren oft genauso, wie es ihnen gefällt; Verkehrsschilder scheinen für viele Fahrer eher lediglich so eine Art Vorschlag zu sein und ist für Italien-ungeübte Fahrer oft schwer nachvollziehbar und sehr chaotisch. Vor allem in Großstädten scheint es sinnvoll, dass Auto für die anschließende Weiterfahrt in den umliegenden Gebiete zu parken.
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Steilküste, Sandstrände und Pinien – an der Westküste Italiens, rund 40 Kilometer von Pisa entfernt, liegt die zweitgrößte Stadt der Toskana – Livorno.
Sehenswert bei einer Fahrt entlang der Küste gen Süden ist auch Rosignano Marittimo: Hier lohnt die direkt am Berg gelegene Altstadt. Das Museo Civico stellt klein, aber fein eine Ausstellung verschiedener historischer Funde zur Schau. Teil der Sammlung sind auch etruskische Fundstücke, aufgrund derer die Küste auch den Namen „etruskische Riviera“ erhalten hat.
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