Toskana |
|
Die Toskana: Im Land der Kirchen und Zypressen Besucher erkennen den „typischen Italiener“ in ihm – klein, mit kugelrundem Bauch und Halbglatze, das Gesicht von der Sonne tief gebräunt. Stolz erzählt er vom Weinanbau und der Kunst Olivenöl herzustellen – auf Italienisch. Seine Gäste verstehen ihn dank ausdrucksvollen Gesten dennoch. Spätestens bei der Weinprobe, mit einem Glas Wein aus dem letzten Jahr in der Hand, dazu frischem Bruschetta und einem fantastischen Blick über weinbewachsene Hügel, weiß dann jeder Urlauber: das ist Italien, willkommen in der Toskana! Mauros Fattoria gehört zu Bacheretto, eines dieser verschlafenen Dörfer, die man überall im italienischen Hinterland findet: Die Häuser schmiegen sich an Weinhänge, ein kleiner Kaufmannsladen versorgt alle Einwohner mit Lebensmitteln und die Einwohner verbringen den halben Tag damit, vor dem Haus zu sitzen und das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen. Touristen verirren sich eher selten hierher. Wer es doch tut, kommt mit dem Auto: Von Florenz oder Pisa aus, geht es erst über die Autobahn, dann über enge Serpentinen. Auf den kurvigen Bergstraßen ist ein Kleinwagen und fahrerisches Können von Vorteil. Der Beifahrer kann entspannen und den Blick auf die strahlenden Mohnfelder (im Frühling), die Olivenhaine, Weinberge, Pinien und Zypressen genießen. Nur 30 Kilometer vom ruhigen Bacheretto entfernt, liegt das lebendige Florenz. Hier reihen sich Renaissancepaläste und Kirchen aneinander. Im Zentrum steht der Dom, mit seiner weltberühmten Kuppel. Im Inneren wird diese von einem beeindruckenden Deckenfresko geschmückt. Wenige Gehminuten vom Dom entfernt, versinken Besucher in einem Meer aus Farben: Die Uffizien, einst ein Verwaltungsgebäude, beherbergen heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Von der Terrasse aus, hat man einen herrlichen Blick auf die Dächer von Florenz. Zur Mittagszeit sind die Restaurants an der Piazza della Signoria, dem Hauptplatz der Stadt, erste Anlaufstelle für hungrige Touristen. Wer aber richtig italienisch Essen gehen möchte, sollte in den Seitenstraßen suchen. Aber Vorsicht: Nicht alle Restaurants führen hier Pizza! Von Florenz aus, ist mit dem Auto beinahe jede Sehenswürdigkeit der Toskana schnell zu erreichen. Gen Norden gelangt man über die A11 zuerst nach Pistoia. Viele Einheimische schwören, dass die Handelsstadt in seiner Schönheit Florenz übertrifft. Auch hier bildet ein Dom das Zentrum, Kathedralen und Prachtvillen reihen sich aneinander. Die Touristenströme, die für Florenz so typisch sind, bleiben hier jedoch aus. Wenige Kilometer hinter Pistoia liegt der bekannteste Kurort der Toskana: die Montecatini Terme. In einer eleganten Anlage, umgeben von einem großen Park, finden hier Körper und Seele Erholung. Bleibt man weiter auf der A11 Richtung Pisa, lohnt außerdem ein Zwischenstopp in Lucca. Auf der intakten Stadtmauer können Besucher den historischen Stadtkern umrunden. Verlässt man Florenz gen Süden, sind meist Siena und Grosseto das Ziel der Reise. Dabei verpassen viele Reisende das malerische San Gimignano: Ein Streit unter Familien brachte im Mittelalter 72 Türme hervor, wovon heute noch 15 erhalten sind. Diese „Geschlechtertürme“ bescherten der Stadt den Beinamen „Manhattan des Mittelalters“. Rund um Grosetto erstreckt sich die traumhafte Maremma, die typische Hügellandschaft der Toskana. Wo immer die grünen Hügel an das Mittelmeer stoßen, erstrecken sich weiße Strände. Neben denen von Elba, befinden sich hier die schönsten Strände für einen erholsamen Badeurlaub. Für viele Reisende endet der Toskana-Urlaub in Pisa. Während die Altstadt zwar ebenfalls schöne Kirchen und Paläste zu bieten hat, ist das eigentliche Highlight der schiefe Turm auf der Piazza dei Miracoli, dem Dombezirk im Norden des Zentrums. Ein erstauntes „Oh, der ist ja wirklich schief!“ ist somit oft der letzte Gruß an die hügelige Traumlandschaft, die prachtvollen Städte und die temperamentvollen Italiener. |

Gen Norden gelangt man über die A11 zuerst nach Pistoia. Viele Einheimische schwören, dass die Handelsstadt in seiner Schönheit Florenz übertrifft. Auch hier bildet ein Dom das Zentrum, Kathedralen und Prachtvillen reihen sich aneinander. Die Touristenströme, die für Florenz so typisch sind, bleiben hier jedoch aus.
Top