Don Khon

Don Khon – urprüngliche Insel in Laos
Don Khon führt dem Reisenden ein recht ursprüngliches Laos vor Augen.

Die Insel hat nur vier Stunden am Tag Strom, die Unterkünfte der Nachbarinsel Don Det sind teilweise noch rudimentärer.Dennoch – oder gerade deswegen lohnt ein Besuch der Inseln. Don Khon ist eine der größeren Inseln der laotischen Inselgruppe „Fourthousand Islands“ in Süden des Landes. Die Fahrt mit dem alten Holzboot durch das Inselwirrwarr lässt einen glauben, dass man nicht nur auf dem Mekong, sondern auf vielen Flüssen unterwegs ist.

Am ersten Tag war es so heiß und schwül, dass wir mit ausgestreckten Vieren unter einem nicht funktionierenden Ventilator lagen und sehnsüchtig auf den Strom warteten. Denn Strom ist hier Mangelware. Von 18 bis 22 Uhr wird der Strom hier angeschaltet. Trotzdem machen gerade solche Erfahrungen den Urlaub irgendwie besonders.

Mit dem Drahtesel über die Insel

Die Nacht hatte es Gott sei Dank kräftig geregnet, der nächste Tag war also mit rund 30 Grad kühler und angenehmer. Don Khon kann man recht gut mit dem Rad erkunden. Auf der Insel gibt es verschiedene Fahrradverleihe – einer ist direkt an der „Anlegestelle“. Die Anlegestelle ist einfach der Ort, an dem die kleinen Holzboote vom Festland ankommen. Um der mittäglichen Hitze zu entgehen, sind wir um sieben Uhr morgens aufgestanden.
Für 10.000 Kip pro Tag – umgerechnet knapp einen Euro – erhält man hier ein mehr oder weniger intaktes Fahrrad. Fahrradwege gibt es nicht, dafür aber Erdwege, steinige Wege, holperige Wege, Treppen und Co. Bestimmte Strecken sind so steinig, dass man absteigen sollte, um sich keinen Platten zu holen. Bevor es losgeht haben wir die Räder auf Herz und Nieren überprüft, vor allem die Bremsen lassen teilweise sehr zu wünschen übrig.

Von Don Khon nach Don Det

Über die alte Eisenbahnbrücke gelangt man von Don Khon auf die Nachbarinsel Don Det. Ein paar Stufen muss man das Fahrrad allerdings schon hinauf und hinunter tragen. Doch die Mühen haben sich gelohnt: auf der anderen Seite erwartet einen Landwirtschaft auf laotisch: Felder werden mit Ochsen und Geräten bestellt, die es bei uns vor hundert Jahren gegeben hat. Jungs stampfen den Ochsen tapfer durch den Matsch hinterher, um Furchen zu ziehen. Mit lauten Zurufen versuchen sie das Tier in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Manchmal müssen sie jedoch selbst nach vorn laufen und das Tier in die richtige Richtung ziehen.

Nudelsuppe zum Frühstück – Tour zum Wasserfall

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Insel Don Khon ist eine Tour zum Wasserfall Tat Somphamith und dem abgelegenen Dorf Ban Hang Khori. Zum Dorf muss man das Rad allerdings unterwegs einen Kilometer schieben – denn die Steine auf dem Weg hier sehen zu spitz aus. In diesem Dorf ist wirklich alles sehr ursprünglich mit Hütten und Co. Wir haben hier gefrühstückt, das einzige was es hier zum Frühstück gibt ist allerdings Nudelsuppe – ursprünglich eben.




Der Wasserfall Tat Somphamith ist wirklich bombastisch und mit dem Rad in 15 Minuten „vom Zentrum“ aus zu erreichen. Typisch laotisch ist auch dieses: In der Dorfmitte haben ein paar Männern einen Stand aufgebaut, um Tickets für den Wasserfall zu verkaufen. Am Wasserfall selbst kontrolliert es aber keiner. Schwer zu sagen, ob dieser Stand offiziell ist, oder jemand einfach nur eine Marktlücke entdeckt hat. Die Eintrittskarte sieht mit dem Wasserfall zumindest optisch schön aus und ist ein kleines Andenken...


 
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